Projektansatz
- Defizit-/Distanzperspektive
- Gleichheitsperspektive
- Differenzperspektive
- Dekonstruktionsperspektive
- Projektansatz
- Forschungsfragen und Methoden
Bei dem Anliegen, die Situation von Frauen in technischen Ausbildungen und Berufen zu analysieren, kann bereits auf ein breites theoretisches und praktisches Erfahrungswissen zurückgegriffen werden – speziell, wenn auch Maßnahmen entwickelt werden sollen. Im Folgenden greifen wir jene Perspektiven heraus, denen bei der Umsetzung unseres Projektes ein zentraler Stellenwert zukam.
Es ist uns wichtig darauf hinzuweisen, dass jede der hier dargestellten Perspektiven jeweils spezifische Erkenntnisbeiträge leisten kann – Erkenntnisbeiträge, die sich allerdings erst aus einer genauen Diskussion der theoretischen und praktischen Implikationen erschließen lassen. Die aus den unterschiedlichen Perspektiven entwickelten Ansatzpunkte weisen nämlich durchwegs sowohl Potenziale (indem sie bestimmte Aspekte auszugleichen oder zu fördern vermögen) als auch Problematiken (indem andere Aspekte unberücksichtigt bleiben oder reproduziert werden) auf, die es bei der Entwicklung einer konkreten Maßnahme jeweils zu ergründen und abzuwägen gilt. Eine Auseinandersetzung mit diesen Potenzialen und Grenzen ermöglicht es, Wirkungen von Interventionen und die dahinter stehenden Perspektiven auf Frauen in der Technik besser einschätzen und nachvollziehen zu können.
Die folgende Potenzialanalyse soll in diesem Sinn auch engagierten AkteurInnen Perspektiven für die Reflexion ihrer eigenen Herangehensweisen und Alltagsvorstellungen im Zusammenhang mit der Thematik "Frauen und Technik" eröffnen. Als fruchtbar erweist sich in diesem Zusammenhang, theoretische Modelle nicht als konkurrierende, einander ausschließende Orientierungen zu betrachten, sondern als miteinander verschränkte und sich ergänzende Perspektiven (Knapp 2001), wie dies in den folgenden Teilen geschehen soll.