TEquality - Technik.Gender.Equality

Überblick: Ergebnisse der qualitativen Erhebung

Im Rahmen der qualitativen Untersuchung interessierten uns neben einer differenzierten Darstellung der Studiensituation an der TNF die Charakterisierung einer spezifischen Kultur in technischen Studiengängen, die Identitätsbildung als TechnikerIn in der Auseinandersetzung mit Wissensformen und Orientierungen, Qualifizierungsanforderungen, expliziten und impliziten Verhaltensregeln sowie Verantwortlichkeiten im Studienverlauf.

Im Verlauf eines Studiums sind Individuen demnach nicht nur vor die Aufgabe gestellt, die formellen Inhalte einer Disziplin zu erlernen. Genauso wesentlich ist die Sozialisation in der jeweiligen Disziplin. Die Identität innerhalb einer "Wissenschaftskultur", die sich die Studierenden aneignen müssen, fasst Markus Arnold wie folgt zusammen: "Die Identität einer Disziplin – und d. h. auch die Identität der Wissenschafter – bildet sich nicht zuletzt durch ihre Traditionen und Bräuche, ihre wissenschaftlichen Praktiken sowie die moralischen Normen und Regeln des Verhaltens, ebenso wie durch die Kenntnis des richtigen Umgangs mit der disziplinspezifischen sprachlichen und symbolischen Form wie auch der Kommunikation." (Arnold/Fischer 2004, S. 18)

Welche Vorstellungen und Bilder verbinden die DiskussionspartnerInnen also mit ihren Disziplinen?
Dabei geht es vorrangig um kulturelle Bilder, insgesamt um Normen und Erwartungen, die an die Studierenden herangetragen werden und diesen zur Orientierung dienen. Diese Normen müssen nicht unbedingt der empirischen Realität entsprechen, sind für die Betroffenen aber dennoch handlungspraktisch relevant.

Besonderes Augenmerk legten wir auf den Studieneingang, da dieser als Übergangsphase einen sehr sensiblen Abschnitt für den Verbleib in der Studienrichtung bzw. an der Universität darstellt. Dabei stand eine Reihe von Fragen im Zentrum unseres Interesses: Nach welchen Kriterien werden Studienwahlentscheidungen getroffen? Welche normativen Anforderungen werden in Einstellungen zum Technikbegriff und Vorstellungen vom Berufsbild als TechnikerIn sichtbar, inwieweit werden diese übernommen, modifiziert oder abgelehnt? Was erwarten sich StudienanfängerInnen von den technischen Studien Informatik und Mechatronik? Kommen Vorbildungen und Vorerfahrungen zum Tragen? Wie gelingt technisches Lernen? Welche persönlichen Kompetenzen sind nötig und was tragen Lehrende dazu bei bzw. welche Auswirkungen haben die Studienbedingungen? Welche unterscheidenden Mechanismen werden trotz formeller Chancengleichheit und der Definition der Fachgebiete über "objektive Leistungskriterien" wirksam?

Ergebnisse der qualitativen Erhebung (88 KB)
In: Horwath, I.; Kronberger, N.; Wörtl, I: Das Technikstudium aus der Sicht von Männern und Frauen.
TEquality – TEchnik.Gender.Equality, Linz, Trauner Verlag, 2007, S 47 - 92

Wer Studiert Technik? (478 KB)
Studienwahlentscheidungen als Zugänge zum Technikstudium
Was ist reizvoll an der Technik?
Frauen in der Minderheit und ihre Beweislast der Technikkompetenz

Studieneingang (478 KB)
Erwartungshaltungen und Vorinformation
Der "Schock am Anfang"
Einfluss der Vorbildung
Bewältigungsstrategien

"Technik-lernen" (478 KB)
Techniklernen und Technikverständnis
Ist Technikverständnis der Schlüssel zum Techniklernen und -wissen oder umgekehrt?
Spannungsfeld: Theorie und Praxis
"Fragen lernen"

Studienbedingungen (478 KB)
Positiv bewertete Aspekte des Studierend an der TNF
Kritik an den Studienbedingungen der TNF

Soziale Integration: die Bedeutung von Gruppen (478 KB)
Funktionen von Gruppen
Heime als Zentren studentischer Kooperation
Probleme in Zusammenhang mit Gruppen
Institutionalisierte Gruppenangebote

Ausbildungsprofil: Was macht gute TechnikerInnen aus? (478 KB)

Studienabbruch: ein komplexes Phänomen (478 KB)
Wahrnehmung und Bewertung
Abbruchsensible Studienabschnitte
Typische Abbruchmotive
Entscheidung für Studium oder Abbruch