TEquality - Technik.Gender.Equality

Bewertung bestehender und potenzieller Maßnahmen


Bewertung von Maßnahmen im 1. Semester

Die Befragten wurden auch um eine Einschätzung von möglichen Maßnahmen zur Verbesserung des Studiums gebeten. Dabei zeigt sich, dass bei der Beurteilung von Initiativen, die den Einstieg ins Studium erleichtert sollen (Abbildungen 46 und 47), Frauen und Männer gleichermaßen leicht zugängliche Anlaufstellen für Fragen als hilfreich einschätzen.

Dies stimmt mit den erlebten Herausforderungen zu Beginn des Studiums überein, wo das Fragenstellen als besonders schwierig eingestuft wird. 86% der Frauen und 87% der Männer bewerten ältere Studierende als AnsprechpartnerInnen als sehr oder zumindest teilweise hilfreich; 78% der Frauen und 73% der Männer wünschen sich eine Anlaufstelle auch für einfache Fragen zum Stoff. In den offenen Fragen wird die Wichtigkeit des Zugangs zu Informationen ebenfalls betont. Die Befragten geben an, dass ihnen Informationen fortgeschrittener Studierender ("alter Hasen") bei der eigenen Studiengestaltung sehr geholfen haben. Auch in Forderungen nach Übungs- und Fragestunden mit AssistentInnen oder nach Tagen der Offenen Tür an Instituten mit Präsentationen der Arbeitsschwerpunkte kommen der Bedarf und die Suche nach Informationsquellen und Anlaufstellen für Fragen zum Ausdruck.

Abbildung 46

Abbildung 47

Als vergleichsweise wenig hilfreich werden von beiden Geschlechtern Brückenkurse zu naturwissenschaftlichen Grundlagen, oder Studieninformationen (wie Probelehrveranstaltungen oder Schnuppertage) eingeschätzt.

Deutliche Geschlechtsunterschiede zeigen sich bei der Einschätzung technischer Brückenkurse: 70% der Frauen hätte ein Brückenkurs zu technischen Grundlagen sehr oder zumindest teilweise geholfen (der entsprechende Prozentsatz bei den Männern beläuft sich auf 51%); 71% der Frauen hätte ein Brückenkurs zu praktischen technischen Kenntnissen geholfen (42% der Männer), und 70% der Frauen hätten eine Vermittlung praktischer Computerkenntnisse gebraucht (36% der Männer).

Ein Brückenkurs Mathematik, eine Orientierungs-LV, persönliche Beratung oder häufigere Leistungskontrollen rangieren bei beiden Geschlechtern im mittleren Bereich der Beurteilung. Ebenso als begrüßenswert (und von mehr als 50% beider Geschlechtsgruppen als sehr oder teilweise hilfreich beurteilt) werden Maßnahmen zur Unterstützung des Lernens in Gruppen bzw. an der Universität beurteilt (Unterstützung von Lerngruppen durch Lehrende, ein Raum für Lerngruppen, ein betreuter Lernraum, ein PC-Raum oder ein Erstsemestrigentutorium).

Die beschriebenen Geschlechtsunterschiede sind zumindest teilweise in Zusammenhang mit der schulischen Vorbildung zu sehen. Abbildung 48 zeigt, dass speziell für die Einschätzung hilfreicher Brückenkurse die Vorbildung eine beträchtliche Rolle spielt: Während HTL-AbsolventInnen am wenigsten Bedarf an Brückenkursen sehen, so befürwortet ein Großteil der AHS-AbsolventInnen und v. a. der AbsolventInnen berufsbildender Schulen derartige Kurse.

Abbildung 48

Abbildung 49 zeigt schließlich, dass bei AbsolventInnen berufsbildender Schulen und der AHS auch ein etwas größerer Bedarf an Anlaufstellen für Fragen besteht. In der Beurteilung von Maßnahmen in der Eingangsphase bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Studienrichtungen Informatik und Mechatronik.

Abbildung 49

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Maßnahmen zur Unterstützung im Studium

Die Befragten wurden schließlich auch um eine weitere Einschätzung möglicher Maßnahmen zur Unterstützung im Studium befragt (Abbildung 50):

Als besonders hilfreich werden Möglichkeiten zum Selbststudium, eine Börse für Ferial-, Projekt- und Nebenjobs sowie für Diplomarbeitsthemen eingeschätzt. Überraschenderweise werden weiters – trotz Beschreibung der Studienrichtungen als relativ "persönliche" Fächer – Gelegenheiten für soziale Kontakte an der TNF gewünscht. Weiter oben berichtete Ergebnisse legen die Interpretation nahe, dass der Wunsch nach mehr Gelegenheiten für soziale Kontakte eventuell auch als Bedarf nach sozialen Lernformen (Fragen stellen können, Raum zum Lernen) verstanden werden kann, also als Kombination von sozialem und fachlichem Austausch. Auch Blockveranstaltungen werden von mehr als 50% der Befragten als sehr oder zumindest teilweise hilfreich eingestuft. Relativ wenig Bedarf geäußert wird bezüglich Kinderbetreuungsangeboten, anderen Studienschwerpunkten oder einer größeren Auswahl bei Lehrveranstaltungen.

Abbildung 50

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